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.Nachbarn
westlich: Flathead (Salish), Kootenai (Kutenai/ Tu'naxa), Jannock (ausgerottet), Shoshone (Snake)
östlich: Gros Ventre (Atsina), Assiniboine, Sioux, Cheyenne
südlich + östlich: Crow (Absarokee)
Weiße (Nakiikoan)
Die ersten Weißen kamen 1754 auf das Blackfeet-Territoium, um zu handeln. Schon vorher hatten die Blackfeet von den Weißen gehört und ihre Waren von ihren Nachbarn eingetauscht. Die Weißen wie ihr Verhalten war für die Blackfeet sehr eigenartig und fremd, aber diese Weißen benahmen sich respektvoll. Die Blackfeet verstanden weder die Weißen, noch ihr Tun und da diese Neuankömmlinge die Blackfeet an die Napi-Geschichten erinnerten, nannten sie diese, Naapiikoan (Napikwam).
Am Anfang benötigten die Blackfeet die fremden Waren nicht und verweigerten sich der langen Reise zu ihren Forts.
Nutzung und Bedeutung von Tieren
Hund (Imitaa)
Die Blackfeet hatten immer Hunde. Sie beschützten das Lager, verbellten sich nähernde Fremde halfen bei der Jagd. Bevor die Blackfeet Pferde hatten, mussten die Hunde die Travois ziehen. Diese Travois waren kleiner als für die Pferde.Die Blackfeet sind überzeugt, dass die Hunde zuhören, wenn die Menschen sich unterhalten und jedes Wort verstehen.
Elch (Ponoka)
Der Elchbulle lebt normalerweise allein oder in kleinen Gruppen. Die Weibchen leben in größeren Gruppen zusammen mit ihren Kälbern und den Jungtieren des letzten Jahres. In der Brunstzeit gibt es zwischen den Elchbullen beeindruckende Kämpfe. Sie dienen dem Recht auf Paarung.
Die Haut der Elche ist dicker und größer als die der Hirsche und auch widerstandsfähiger, aber leichter zu bearbeiten und zu gerben als Bisonleder, das noch fester ist. Deshalb wurde die Bekleidung und die Mokkassins vorranging aus Elchleder gefertigt. Das Fleisch wurde getrocknet anderweitig haltbar gemacht.
Die Jagd auf den Elch wurde den Blackfeet laut einer Legende von den Wölfen gezeigt. Der Elch hat ein sehr schmackhaftes Fleisch und wurde durch Anschleichen gejagt. Es wurden nie mehr als ein oder zwei Tiere auf einmal erlegt.
Pferd (Ponokaomitaa)
Es gibt Stimmen, die sagen, dass sich die Blackfeet, wie auch andere Ureinwohner, in ihren Legenden noch an das Urpferd erinnern können. Es war sehr klein. Das Pferd, das über die Spanier zurückkam, war wesentlich größer und da es groß war wie ein Elch und arbeiten konnte wie ein Hund, riefen sie es zuerst "Elchhund". Die ersten Pferde tauschten die Blackfeet wahrscheinlich gegen Bisonhäute ein.
Schnell wurde es ein Teil ihrer Kultur, die sich durch das Pferd stark veränderte. Die Hunde wurden frei vom Lastenziehen, dass übernahmen jetzt die Pferde, die viel mehr und schwerere Lasten ziehen konnten. Dadurch konnten die Blackfeet nun vielmehr materielle Dinge anhäufen. Die Gesellschaft schichtete sich. Aber die Frauen wurden freier, denn ihnen gehörten ihre Lastpferde und auch sie waren gute Reiter.
Die Blackfeet schmückten ihre Pferde mit Federn und anderen Dingen, bemalten sie und bildeten sie ohne Gewalt und Zwang ab dem ersten Lebensjahr aus. Die mutigsten und furchtlosesten Pferde wurden zu Bisonrennern ausgebildet und für die Jagd auf die Bison genutzt. Diese Ausbildung dauerte mehrere Jahre.
Bison/Büffel (Iiníí)
Der Herbst war die Hauptjagdsaison für die Bisonbullen, die vorrangig wegen der Häute gejagt wurden.
Die große Bisonjagd begann im Spätsommer und Frühherbst, wenn sich die Bullen mit den Weibchentrupps vereinigten, die den Rest des Jahres allein oder in kleinen Gruppen durch die Prärie zogen. Das Fleisch war zu dieser Jahreszeit zäh und sehnig, aber die Häute waren fest und dick.
Die Bisonkühe bilden mit ihren neugeborenen Kälbern und den Jungtieren des letzten und des vorletzten Jahres kleine Gruppen. Alle Tiere sind miteinander verwandt, bilden also ein Familienverband. Die Gruppe wird von einer Leitkuh geführt. Sie entscheidet, wann es Zeit ist, zu grasen, weiterzuziehen und wann es an die Tränke geht.
Die Bisons sind Wandertiere, die im Winter nach Süden und im Sommer nach Norden wanderten, immer den besten Weidegründen hinterher, dabei aber keine festen Wanderrouten hatten, sondern starke Abweichungen nach Ost wie West aufzeigen. Die Wanderwege der einzelnen Herden differierten von Jahr zu Jahr. Gegenden, die in einem Sommer voller Bisons waren, konnten im nächsten Jahr leer sein.
Ein Bison wird über zwei Meter groß und wiegt mehr als eine Tonne. Das entspricht dem Gewicht eines Autos. Trotz dieser Masse kann ein Bison sehr schnell rennen, bis zu einem Meter aus dem Stand hochspringen. Die einzelnen Tiere verteidigen sich mit ihren kurzen spitzen schwarzen Hörnern gegen ihre tierischen Feinde. Ein Bison kann zwar nicht sehr gut sehen, und auch das Farbsehvermögen ist gering, aber sie sehen jede Bewegung auf zwei Kilometer Entfernung.
Im Herbst bekommen die Bisons die dicken dichten langen Haare, die sie in den Winterstürmen vor Kälte und Schnee schützen. Im Frühjahr fielen sie büschelweise aus und wurden von den Blackfeet-Frauen gesammelt.
Nutzung des Bisons
Blase und Magen waren Wasserbehälter und dienten als Vorratsbehälter für Lebensmittel, z. B. das ausgelassene Fett.
Hodensack wurde getrocknet, mit Kieselsteinchen gefüllt und an einem Griff befestigt, und waren als Rasseln wichtiger Bestandteil vieler Zeremonien.
Die Haare wurden benutzt, um die Sättel auszustopfen oder um Kleidung herzustellen.
Der Schädel mit den Hörnern wurde zum Altar. In jedem Tipi gab es hinter dem Lagerfeuer einen Altarplatz mit einem Bisonschädel, ungefähr in der Mitte des Raumes.
Die Zunge der Bison war eine der Leibspeisen der Blackfeet und in getrockneter Form ein Handels- und Zahlungsmittel, um z. B. bei den Sommerzeremonien Bündel zu erwerben oder einen Zeremonialposten.
Die Sehnen waren in getrockneter Form Nähgarn.
Das Rückenfett war eine Spezialität und wurde sehr gern gegessen und für Pemmikan gebraucht.
Die Häute wurden für die Sohlen der Mokkasins benutzt, Wintermokkasins wurden mit der Haarseite nach innen aus Bisonhäuten hergestellt. Für die Winterumhänge und die Bettlager wurden auch Bisonhäute benutzt. Die speziellen Herbsthäute der Bullen waren besonders zäh und dick. Die Haut am Widerrist der alten Bullen wurde daher für Schilde der Krieger eingesetzt und hielt Pfeilschüsse und Lanzenhieben stand und sogar den Musketenschüssen. Außerdem diente diese Bisonhaut für die Herstellung der Tipis und für die Parfleches. . Auch die Parfleches für die Lebensmittel und die Bekleidung wurde vornehmlich aus diesen, aber hier rohen, Häuten gefertigt. Schließlich waren auch die Köcher für Pfeile und den Bogen aus Bisonhaut oder Seile.
Die Blackfeet nutzten der Schwanz als Fliegenwedel oder um in der Schwitzhütte Wasser auf die heißen Steine zu spengseln.
Muskeln, Hirn und Zunge der Bisons wurden gegessen. Das Hirn wurde auch zum Gerben der Häute gebraucht. Alle inneren Organe wurden gegessen. Aus dem Darm wurde durch Kochen und Trocknen ein Snack oder gefüllt ein Würstchen. Auch die Nieren waren eine Delikatesse.
Das Horn wurde auf vielfältige Weise genutzt, so als Tasse, Haarschmuck für die Männer, um Glut zu transportieren, als Suppenkelle und auch in der Pferdezeit als Pulverhorn.
Die Knochen wurden gekocht, um das Fett herauszuziehen und das Mark gegessen. Sie dienten auch als Spielzeug oder als Innenleben von Püppchen.
Aus den Hufen wurde durch Kochen Leim hergestellt oder Rasseln. Auch als eine Art Türklingel für den Eingang der Tipis wurden die Hufe benutzt.
Wiesel (Aapaikai) und Kaninchen (Aataistaiks)
Wiesel und Kaninchen wurden gern gejagt. Die Wiesel vor allem wegen des Fells und hier bevorzugten die Blackfeet die weißen Winterfelle. Kaninchen wanderten zusätzlich noch in den Kochtopf.
Diese Tiere wanderten mit dem beginnenden Wetter von den bewaldeten Tälern und Hügeln in die Plains. Es war die Zeit, wo die Tiere ihr Fell von weiß und braun wechselten. Das war für die Blackfeet ein Zeichen für den beginnenden Frühling.
Pflanzen 
Cottonwood, eine Pappelart, zahlreiche Beeren und eine Rübenart wurden genutzt. Die Blackfeet boten den Pflanzen immer etwas an und dankten dem Geist der Pflanze, dass er ihnen gestattete, sie zu ernten.
Cottonwood
Die Rinde der Cottonwood-Bäume diente in harten Wintern den Pferden als Grasersatz.
Bitterroot (Aiksikksiksi) oder Indian Camas
Bitterroot ist eine Pflanze, die ein bedeutender Bestandteil der Schwarzfuß-Ernährung war. Um sie zu sammeln, reisten die Leute von weither und es gab abgesprochene Gebiete für jedes Lager. Bitterroot wurde auch gegen Bisonfleisch getauscht, denn sie waren eine wichtige Quelle für Kohlehydrate und süßten außerdem das Essen.
Geerntet wurde die Knolle im Herbst, nachdem die Blüte abgetrocknet war. Geröstet oder in der Asche gegart und schmeckt wie Süßkartoffel, ist aber süßer, oder sie wurde getrocknet und zu Mehl verarbeitet.
Bitterroot oder Indian Camas (Camassia quamash) gehört zur Familie der Lilien, ist eine enge Verwandte der uns bekannten Hyazinthen und kommen in der westlichen USA und Kanada vor. Sie wird auch Indianer-Hyazinthe genannt. Sie wächst wild und in großer Zahl in feuchte Auen, erscheint im frühen Frühling, hat 20-80 cm lange Blätter und die Blüte wird von einem 30 bis 130 cm langen Stiel getragen. Die Blüte erscheint im Sommer und ist lila oder weiß.
Die Süße in der Knolle wird durch Inulin erzeugt, dass kein Zucker ist und somit den Blutzuckerspiegel nicht hochtrieb. Ein Grund, warum die Blackfeet, die an Zucker wenig gewöhnt waren, heute zwar immer noch auf Süßes „stehen“, aber wesentlich anfälliger für Diabetes sind.
Es gibt eine sehr ähnliche Pflanze, die in den gleichen Gebiet vorkommt und tödlich giftig ist..
Saskatoon Beeren (Felsenbirnen)
Diese Früchte wurden von Männern und Frauen gemeinsam gesammelt, wobei die Männer mehr zum Schutz vor Fremden und Eindringlingen mitkamen. Die guten Sammelplätze waren allen bekannt.
Die Früchte wurden auf Decken ausgebreitet und getrocknet. Auch die Saskatoon sind sehr vitaminreich und somit ein wichtiger Bestandteil der Blackfeet-Ernährung. Besonders in getrockneter und zerstoßener Form waren sie Teil des Pemmikan oder sie wurden als Suppe gekocht. Später gern zusammen mit Mehl.
Bei den Blackfeet waren die Rinde Saskatoonbeeren ein Heilmittel.
Die erlenblättrige Felsenbirne (Amelanchier alnifolia) ist ein 5 m hoher Strauch der Familie der Rosengewächse, wie der Apfel, und ein Kernobstgewächs und kommt von Alaska über das nördliche und östliche Kanada bis zum nördlichen USA vor und wachsen vor allem entlang der Wasserläufe.. Die Blüten sind weiß und wachsen traubenartig. Die Früchte sind apfelartig, blauschwarz und bereift, werden 15 mm groß und schmecken süß.
Die Samen und Blätter enthalten geringe Mengen von cynogenen Glykosiden und kann in zu Brechreiz und Durchfall führen, allerdings muss man dafür größere Mengen essen.
Bis heute werden die Früchte gegessen, zu Marmelade, und sogar Wein und Bier verarbeitet. Die Stärke wird beim Backen verwendet und die trockenen Früchte werden immer noch zu Suppen und als Beilagen bei Fleischgerichten genutzt.
Chokecherries
Chokecherries werden im Spätsommer reif. Die getrockneten Beeren waren ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und reich an Vitamin C.
Chokecherries wachsen in höheren Lagen der Rocky Mountains und sind leicht zu trocknen. Es gab bevorzugte Plätze zum Sammeln, wo sie besonders reichlich wuchsen. Zum Abernten der Beeren wurde das Lager in die Nähe der Beerengebiete verlegt, wo die Beeren von Frauen und Kindern gesammelt und getrocknet wurden. Oft beteiligten sich die Männer an der Ernte oder sie gingen währenddessen auf Jagd nach Dickhornschafe oder Schneeziegen. Nach Ernte und Trocknung wurde das Lager in das Winterlager verlegt. Die Beeren wurden in Parfleches aufbewahrt.
Bisonbeeren
Wenn die Bisonbeeren blühten, zogen die Bison von den Wintergebieten auf die Sommerweiden.
Klima
Die Schwarzfuß-Indiander leben im nördlichen Teil der Great Plains, der Prärie. Das Klima in den Great Plains ist geprägt von großen Gegensätzen. Trockene, kurze Sommer und lange, kalte Winter mit heftigen Winterstürmen und Temperaturstürzen machen das Klima unwägsam.
Im Sommer beträgt die normale Temperatur ca. 25 °C und leichte bis mäßige Winde sind üblich, aber wenn die Temperatur steigt, kann es zu Gewitterstürmen kommen. Immer wieder gibt es auch längere Trockenperioden.Im Winter können Blizzards und Schneeverwehungen auftreten und die Temperaturen sinken auf – 25 °C bis -35 °C.
Geografie
Die Great Plains sind in ihrem nördlichen Teil eine Trockensteppe mit kurzem Gras. Die weitläufige Ebene wird von isolierten Bergen unterbrochen, wie den Chief Mountain. Die zahlreichen Flüsse und Bäche entwässern die riesige Ebene im Norden in den Saskatchewan und im Süden in das Missouri-System.
Die Flussauen wurden von Galeriewäldern beherrscht. Auch auf den saften Hügeln gab es lockere Wälder in den feuchteren Bereichen.
Das Höhenniveau reicht von 3.400 Fuß (ca. 1.000 m) im Südwesten bis über 9.000 Fuß (ca. 2.750 m) wie der Chief Mountain an der nordwestlichen Grenze.
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