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Powwow
Der traditioneller Powwow-Gesang und die verschiedenen Tänze werden von vielen Kindern in Schulclubs erlernt, erfordern aber zur perfekten Beherrschung viel Übung zu Haus, unter der Aufsicht von Eltern oder Verwandten.
Jeden Sommer finden verschiedene traditionelle Powwows im Reservat statt, wo die Blackfeet-Kultur demonstriert und gelebt wird. Es ist ein Treffen, wo des „alten Weges“ erinnert wird, man genießt Gesang und Tanz, erneuert Freundschaften und findet neue Freunde.
http://www.youtube.com/watch?v=bPekOsTcgwU
http://www.youtube.com/watch?v=kVGRw3-DYmo&mode=related&search=
Nordamerikanische Indianertage (Nort American Indian Day)
Am bemerkenswertesten ist der Nordamerikanische Indianertag (North American Indian Days). Dieses Ereignis dauert vier Tage und findet immer am zweiten Wochenende im Juli in Browning statt. Der Nordamerikanische Indianertag im Blackfeet-Reservat ist der größte seiner Art in den USA.
Sonnentanz
Der Sonnentanz wird jährlich durchgeführt und hat sich den Gegebenheiten angepasst, da er Inhalt und nicht so sehr die äußere Form wichtig ist. Von einigen Blackfeet wird die Meinung vertreten, dass durch die Nutzung von Medizinbündeln, die ursprünglich von Cree, den Sioux oder anderen Plainsindianer-Völkern stammen, der Sonnentanz nicht der Tradition entspricht, dabei wird diesen Bündeln nicht die Kraft (Medizin) abgesprochen wird, sondern einfach aus dem Fakt heraus, dass es keine Blackfeet-Bündel sind.
Jedes Bündel war von seinem Eigentümer mit allergrößtem Respekt entgegen genommen worden und er hatte es sich darum verdient gemacht hat.
Im Juni 2006 wurde das Natoas-Bündel für die jährliche Sonnentanzzeremonie geöffnet. Das war das erste Mal seit 1929. Dadurch gilt es bei so manchen Blackfeet als der wahre Sonnentanz, dem im alten, traditionellen Stil. Wie 1929 wurde 2006 die Zeremonie am Two Medizin River durchgeführt.
Das Natoas- oder Many-White-Horses-Bündel gehörte 2006 Clayton ArrowTopKnot, der somit der Heilige Medizinmann (Nawtoo Ohtikunni) für die Zeremonie war.
Der letzte Sonnentanz fand am 06. Juli 2007 statt.
Die Zeremonie muss jährlich gesponsert werden.
Leider können nicht alle Blackfeet, selbst von denen, die im Reservat selbst leben, an der Zeremonie teilnehmen.
http://www.youtube.com/watch?v=kEfnGpxvyrs
Traditionelle Musikgruppen
Die Musik ist durch die besondere Einheit von Lied und Musikern sowie dem Instrument geprägt. Deshalb werden die Männer, die singen und die Trommel schlagen Sänger oder Trommler genannt, da sie beides gleichzeitig ausführen. Viele Lieder haben keinen Text oder nur wenige Worte, da es keine Trennung zwischen Gesang und Worten gibt. Trotzdem erzählen sie alte Geschichten oder drücken Emotionen aus, was die enge Verbindung zwischen Gesang und Trommel bildet.
Die Rhythmen sind sich sehr ähnlich und für Weiße nur schwer zu unterscheiden. Die Gesänge sind kompliziert und müssen gelernt und intensiv geübt werden.
Die bekanntesten Gruppen sind:
- Black Lodge Singers
- Heart Butte Singers
- Young Grey Horse Society
- Two Medicine Lake Singers
Dazu kommen noch die “Kicking Woman”, eine Rarität unter traditionellen Gruppen, denn hier singen Frauen! Frauen sind heute gleichberechtigte Partner, aber sie schlagen immer noch nicht die Trommel, denn es war früher für eine Frau ungehörig allein oder laut zu singen.
Religion
Zuerst einmal sind die Blackfeet den verschiedensten Missionaren ausgesetzt gewesen und immer noch ausgesetzt. So haben die meisten eine offizielle christliche Religion angenommen. Erst vor allem den Katholizismus und heute dominiert u. a. die Baptisten. Ein Teil der kulturellen Identität, der Zeremonien und Glaubensvorstellungen aus der Pferdezeit sind verloren gegangen.
Trotzdem hat vieles aus den alten Tagen noch Bedeutung für sie. Doch, was ist den Indianern heute noch heilig? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich natürlich klar machen, dass was allgemein zutrifft, nicht unbedingt für einen einzelnen Blackfeet stimmen.
Allgemein ist, dass auch heute noch die Blackfeet eine tiefe Verbundenheit mit ihrem traditionellen Land fühlen, es als heilig und Grundlage für ihr Überleben ansehen. Dann bemühen sie sich (man sehe nur auf die Arbeit des Piegàn-Instituts) um den Erhalt ihrer Kultur und den Erhalt ihrer überkommenen Werte.
Also haben die Blackfeet immer noch eine tiefe Verbundenheit zur Natur und verehren die Umwelt. Landschaft und bestimmte Orte sind immer noch heilig. Darauf beruht der Kampf um bestimmte Orte, die durch Minengesellschaften, Supermärkte oder ähnliches „umgenutzt“ werden sollen. Auch heute sind die Trommeln noch Sinnbild für den Herzschlag der Erde. Auch heute sprechen noch viele ein Gebet, bevor sie sich etwas nehmen, was die Erde hervor gebracht hat.
Das steht im Widerspruch zum Müll, der im Reservat überall herumliegt und der nicht nur der Armut geschuldet ist, (Müllentsorgung kostet Geld). Rodeos, bei dem die Pferde gebrochen und nicht nach „Indianerart“ (Gentling) sanft zugeritten werden und der Verkauf von Spiritualität sind die andere Seite.
Der Spagat zwischen den alten Werten und der weißen geldbetonten Welt wird nicht von allen geschafft.
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