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Das Tipi (Niitoy-yiss)
Die Tipis stehen mit dem Eingang in Richtung Osten, damit das Aufgehen von Naato’si (Sonne) die Leute frühzeitig weckte. Der Bau bildet am Boden einen Kreis. Der Kreis hat einen kultischen Charakter, denn er zeigt die soziale Hierarchie und die kosmische Ordnung. Die Anordnung der Dinge wie der Tipis des Lagers im Kreis zeigt deren Bedeutung und Position, z. B. war das Häuptlingstipi dasjenige, das der östlichen Kreisöffnung genau gegenüber stand. Nur im Winterlager standen die Tipis früher ungeordnet.
Die Blackfeet zeichnen ihre traditionellen Geschichten und Legenden sowie die bedeutenden Ereignisse als Piktogramme auf die inneren und äußeren Flächen ihrer Tipis. Andere Tipis waren mit Designs bemalt, die dem Besitzer im Traum erschienen waren. Die Blackfeet glauben, dass diese Muster den Familien zu einem guten Leben verhalfen. In den alten Zeiten waren aber nur Tipis von Häuptlingen und Zeremonialtipis äußerlich bemalt.
Das Tipi ist eine für die Lebensart von Jagdnomaden hervorragend angepasste Behausung. Schnell auf und abzubauen und leicht zu transportieren bot es Schutz gegen alle Wetterunbilden.
Die Herstellung, Auf- und Abbau sowie der Transport des Tipis gehörte zu den Pflichten der Frauen, die eigens dafür Pferde in ihrem Eigentum hatten. In den Dogdays hatten sie die Tipis, die damals kleiner waren, selber mit Hilfe der Travois ziehen müssen.
Früher waren acht Häute für ein zwei-Personen-Tipi, also für eine sehr junge Familie, sechzehn für ein Familientipi oder ein kleines Zeremonialtipi und nur für sehr große Zeremonialtipis wurden dreißig Häute verwendet.
Tipis wurden aus den enthaarten und gegerbten Häuten der Bisons gefertigt, je nach Quelle werden die Kühe oder die Bullen als Lederlieferant angegeben. Heute werden sie aus Segeltuch bzw. Zeltplanen hergestellt und auch die Pflicht, die Plane immer aus einer geraden Zahl von Teilen herzustellen, ist beinahe in Vergessenheit geraten.
Um ein Tipi herzustellen, lud sich die Frau des Tipis Verwandte, Nachbarinnen und Freundinnen ein und bewirtete sie als Dank. Die Annahme der Essenseinladung galt als Einverständnis zur Hilfe. Die Arbeit verlief in zwei Schritten: am ersten Tag wurden die Sehnen vorbereitet, die dafür geklopft, eingeweicht und verdrillt werden mussten. Am zweiten Tag wurden dann die Bahnen zusammengenäht. Die Leitung übernahm eine besonders erfahrene Frau. Beide Gruppen wurden jeweils extra eingeladen und beköstigt, je nachdem, welche besonderen Fertigkeiten die Frauen mitbrachten.
Das neue Tipi wurde nach der Fertigstellung sofort aufgestellt und dann im Inneren ein stark qualmendes, mit Beifuß bestreutes Feuer entzündet und die Eingangstür fest verschlossen. Dieses Räuchern machte das Leder geschmeidig und wetterbeständig 
Das Gerüst für das Tipi besteht bei den Blackfeet aus vier Stangen, die im Rechteck aufgestellt werden und dabei in Richtung Ost und West schmaler sind. Die Tipiplane wird mit ungefähr 20 Stangen gespannt, die ihre endgültige Position erst erhielten, wenn die Plane übergeworfen war. Alle Stangen kreuzen sich im obersten Bereich, wobei die vier Grundstangen mit Schnüren, in vergangener Zeit aus Rohleder, zusammengebunden und die restlichen Stange gegengelehnt wurden. Verankert wurde die äußere Plane mit Zeltpflöcken und Rasenstücken. Von innen wurde eine weitere, wesentlich dünnere und bemalte Plane als Isolation eingehängt.
Ein Tipiplane und auch die Stangen mussten regelmäßig, meist schon nach einem Jahr, erneuert werden, denn Transport und Wind ließen Stangen, Lederriemen und Planen ständig aneinander reiben. Das Schlagen der Stangen war Männerarbeit..
Ein Tipi hat nur eine Öffnung, die bei den Schwarzfuß-Indianern prinzipiell nach Osten weist, um Naa’tosi Respekt zu erweisen. Die Eingangstür wurde früher mit einem Fell, später mit einer Decke geschlossen. Es gab Hufrasseln als Klingeln. Am Verschluss des Eingangs erkannte man, ob jemand zu Hause war. Unbefugtes Betreten ohne Einladung oder während niemand im Tipi war, war nicht gestattet.
Wo die Tipistangen zusammentrafen gibt es die Rauchöffnung, die mit zwei Stangen geschlossen werden kann, indem die extra langen Planenteile darüber gelegt werden. Die Rauchöffnung ist immer über dem Eingang, weil die Feuerstelle zwar in der Tipimitte, aber leicht verschoben in Richtung des Eingangs liegt.
Die Form eines Tipis ist die eines leicht verschobenen Kegels, zum einen, da die Feuerstelle nicht genau mittig ist und der Rauchabzug sich darüber befinden muss. Zum anderen ist die steilere Seite die, die in die vorherrschende Windrichtung zeigt. Damit wird das Tipi stabiler gegen Wind und Sturm, da die Kräfte, die durch den Winddruck auf das Tipi einwirken auf der windabgewandten Seite, der Eingangsseite, abgeleitet werden. Die steilere Seite ist die Westseite, also die, die dem Eingang gegenüber liegt, dagegen fällt die Ostseite wesentlich flacher ab. Auch der Rauchabzug wird auf dieses Art und Weise besser, da er sich auf der windabgewandten Seite befindet, was eine Sogwirkung hervorruft. So waren die Tipis weitgehend rauchfrei, was wichtig für Augen und Atemwege ist.
Ein Tipi hat nur eine Öffnung, die bei den Schwarzfuß-Indianern prinzipiell nach Osten weißt, um Naa’tosi Respekt zu erweisen. Die Eingangstür wurde früher mit einem Fell, später mit einer Decke geschlossen. Es gab Hufrasseln als Klingeln. Am Verschluss des Eingangs erkannte man, ob jemand zu Hause war. Unbefugtes Betreten ohne Einladung oder während niemand im Tipi war, war nicht gestattet.
Wo die Tipistangen zusammentrafen gibt es die Rauchöffnung, die mit zwei Stangen geschlossen werden kann, indem die extra langen Planenteile darüber gelegt werden. Die Rauchöffnung ist immer über dem Eingang, weil die Feuerstelle zwar in der Tipimitte, aber leicht verschoben in Richtung des Eingangs liegt.
Die Form eines Tipis ist die eines leicht verschobenen Kegels, zum einen, da die Feuerstelle nicht genau mittig ist und der Rauchabzug sich darüber befinden muss. Zum anderen ist die steilere Seite die, die in die vorherrschende Windrichtung zeigt. Damit wird das Tipi stabiler gegen Wind und Sturm, da die Kräfte, die durch den Winddruck auf das Tipi einwirken auf der windabgewandten Seite, der Eingangsseite, abgeleitet werden. Die steilere Seite ist die Westseite, also die, die dem Eingang gegenüber liegt, dagegen fällt die Ostseite wesentlich flacher ab. Auch der Rauchabzug wird auf dieses Art und Weise besser, da er sich auf der windabgewandten Seite befindet, was eine Sogwirkung hervorruft. So waren die Tipis weitgehend rauchfrei, was wichtig für Augen und Atemwege ist.
Ein Tipi war einfach eingerichtet. Es gab Rückenstützen aus einer aus Weidenästen geflochtenen Matte, oft mit Fellen gepolstert, die an einem Dreibein aufgehängt werden oder man saß einfach auf dem Boden. Die Betten waren am Rand des Tipis und bestanden aus Fellen und Häuten und waren mit Heu gepolstert. Das Feuer brannte in der Mitte des Tipis in einer mit Steinen gesicherten Grube. Hinter dem Feuerplatz befand sich der Altar, eine sorgfältig gesäuberte Stelle, wo Räucherpflanzen, besonders Süßgras, verbrannt wurde. Der Altarplatz durfte nicht überschritten, sondern musste umgangen werden.
Die Einrichtung diente auch zur optischen Einteilung des Tipis. Je nachdem welche hierarchische Position ein Mitglied der Familie oder der Besucher innehatte, war sein Bett oder Sitzplatz an ganz bestimmter Stelle. Männer gehörten die Plätze, die vom Eingang besonders weit entfernt waren. Frauen kamen mehr oder minder in der Mitte und die Kinder saßen in der Nähe des Eingangs. Der Platz gegenüber des Eingangs und genau vor dem Altar stand dem Familienoberhaupt zu, meist dem ältesten Mann im Tipi.
Das Tipi erlebte durch die Einführung des Pferdes eine Wandlung. Die Konstruktion an sich blieb unverändert, aber die Länge der Stangen änderte sich, da ein Pferd wesentliche Stangen für sein Travois benötigte, als ein Hund oder eine Frau. Da die Stangen gleichzeitig für den Transport wie als Stützkonstruktion dient, wurden die Behausungen der Schwarzfußindianer ab 1730 größer, höher und breiter im Boden-Durchschnitt.
Travois
Vor den Pferden zogen Hunde die Travois. Die Hundetravois waren kleiner, aber hatten dieselbe Konstruktion. Für ein Travois wurden zwei Stangen aus leichtem Nadelholz mit Lederschnüren an einem Ende zusammengebunden und auf die Schultern der Hunde gelegt und soweit geöffnet, dass ein Dreieck geformt wurde. Die anderen Enden der Stangen schliffen auf der Erde. In der Mitte der Stangen kamen ein Netz oder zwei Querstangen, die die großen Stangen spreitzen. Diese Querkonstruktion trug die Habseligkeiten, z. B. die Tipidecke oder andere schwere Dinge.
Auch wenn es gern von der sogenannten zivilisierten Welt anders dargestellt wird, so ist doch ein Travois ein den Gegebenheiten einer weglosen unebenen Fläche mit seinen zwei beweglichen Stangen und deren schmaler Auflagefläche besser angepasst als ein schwerer Wagen mit Rädern. Die Trecks der weißen Invasoren hatten ständig Probleme mit ihren Rädern und Achsen, weshalb die massive Invasion erst mit der Eisenbahn begann.
Ein anderer Vorteil ist, dass die Stangen des Travois gleichzeitig die Stangen für das Tipi waren. Ein Tipi ist wohl das einzige Bauwerk, dass sich selbst transportiert. ;)
Parfleche (Sootsimaan)
Die Bullenhäute, die im Herbst erlegt wurden, waren besonders zäh und sehr gut für Behälter, die Parfleches. Sie wurden durch Räuchern wasserfest gemacht und dann bemalt. In ihnen wurden Lebensmittelvorräte, Pemmikan und auch Bekleidung aufbewahrt, die so sicher und trocken gelagert werden konnte.
Die Parfleches, die auch Rohledercontainer genannt werden, sind große flache Taschen, die aus einem einzigen Stück Rohleder bestanden. Verschlossen wurden diese Taschen mit einem Riemen.
Parfleches, in denen rituelle Gegenstände oder Bekleidung aufbewahrt wurde, wurden noch bemalt.
Kleidung 
Die Kleidung bestand aus gegerbten Elchleder. Die Alltagskleidung war dunkler, denn das dafür verwendete Leder wurde zur besseren Haltbarkeit und damit sie feuchtigkeitsbeständig wurde, geräuchert. Doch war helles Leder wesentlich beliebter und somit für den, ich möchte es mal als “Sonntagsstaat” bezeichnen, eingesetzt.
Die männlichen Blackfeet trugen ein sehr langes, bis auf die Oberschenkel reichendes Hemd (Isttohksisoka’sim), dazu Leggins (Atsis), eine Art Lendenschurz (Niitsitsikin), und Mokkasins (Iihtayo'kimao'p). Die Muster und Ornamente auf der Kleidung hatten für jeden Träger eine besondere Bedeutung. Viele Muster konnten eindeutig bestimmten Personen zugeordnet werden.
Die Frauen und Mädchen hatten einteilige Kleider, kurze Leggins und Mokassins, die alle reich verziert waren. Besonders mit Glasperlen bestickte Bänder kamen mit durch den Handel mit den Weißen in Mode.
Die Kleidung war reich mit Stachelschweinborsten bestickt, bemalt und später auch mit Glasperlen verziert. Das Ansehen der Frauen wurde auch an den kunstvollen Verzierungen gemessen. Die verschiedenen Dekors und Ornamente wurden von Mutter an Tochter weitergegeben.
Die Stachelschweinborsten wurden für die Stickerei getrocknet, teilweise gebleicht oder gefärbt und mit den Zähnen platt gedrückt. Dann wurden sie zu komplizierten Mustern verwebt. Nur Frauen durften diese Arbeiten machen. Es war ihr Recht und erhöhte ihr Ansehen.
Die Blackfeet kannten keine Nadeln, sondern bohrten Löcher mit Ahlen vor und nähten so unter der Verwendung von Sehnen. Sehnen müssen vor der Verwendung getrocknet, geklopft und dann verzwirnt werden. Da die Ahlen sehr wichtig für die Herstellung von Bekleidung und Gebrauchsgegenständen aus Leder war, verwahrten sie die Frauen in speziellen, verzierten Ahlenbehältern.
Die Herstellung der Bekleidung war ausschließlich Frauensache, ebenso die Verzierungen, und wurde hauptsächlich im Winter gefertigt. Die Gerbung der Häute selbst dagegen erfolgte im Sommer und auch nur durch die Frauen.
Für die Bearbeitung der Häute wurden die frischen Häute gespannt, geschabt und dann gegebt. Für das Spannen verwendeten die Blackfeet-Frauen Holzrahmen. Die Schaber waren hakenförmige Instrumente, erst aus Geweih, später aus Metall, mit einem Handgriff. Es gab zwei Typen von Schabern, einen, um Fleisch- und Fettreste zu entfernen und der andere diente dem Walken. Zum Gerben wurde das Hirn des Tieres genutzt. Räuchern war eine Methode, um die Häute wasserdicht zu bekommen und wurde bei den Häuten für die Tipis und den Roben eingesetzt.
Junge unverheiratete Männer tauschten oft Kleidungsstücke bei unverheirateten Mädchen ein.
Junge Mädchen fertigten Pemmikantaschen, die von den Männern, während sie unterwegs waren am Gürtel getragen wurde, für die jungen Männer an, die ihnen gefielen und drückten so ihre Zuneigung aus.
Für den Winter wurden Roben, Umhänge aus Bisonhaut gefertigt, die vor der Kälte schützen sollten. Diese Roben oder Decken waren mit Streifen verziert oder reich bemalt.
Körperschmuck
Haare
Den älteren Schwestern oblag die Aufgabe, die Haare der jüngeren Geschwister am Morgen zu kämmen und zu flechten. Die Mutter stylte erst das Haar des Vaters und dann kämmte sie ihr eigenes. Dabei trugen die Frauen das Haar in der Mitte gescheitelt und in zwei strenge Zöpfe geflochten, um ihre Sittsamkeit zu demonstrieren.
Viele Männer hatten eine spezielle Art ihre Haare zu tragen, entweder nach ihrer Familientradition oder um die Zugehörigkeit in einem Männerbund zu demonstrieren. Manchmal trugen sie ihr Haar in einem Knoten auf der Stirn zusammengefasst, dann wusste jeder, dass dieser Mann Bewahrer eines Donner-Medizinpfeifen-Bündels ist.
Die Art, die Haare in drei Zöpfe aufzuteilen, symbolisiert die drei Schwarzfuß-Nationen, die Pikuni, Kainai und Siksika.
Gesichtsbemalung
Jeden Morgen wurden die Gesichter der Kinder durch die Eltern oder Großeltern mit einem Gemisch aus Bisonfett und rotem Ocker (a’saan) bestrichen. Diese Bemalung war Segen und Hautschutz zugleich.
Im Sommer wirkte diese rote Farbe als Sonnenschutzcreme und im Winter hielt es die Haut in der kalten trockenen Luft feucht. Der Begriff ‚Rothaut’ ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen.
Der Begriff ‚Rothaut’ ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen.
Zeichensprache
Die amerikanischen Ureinwohner hatten sehr viele und sehr verschiedene Sprachen. Bevor die Weißen kamen, diente eine allgemein bekannte Zeichensprache der Verständigung zwischen den Völkern. Dabei bekamen gleiche Zeichen durchaus einen anderen, aber verwandten Sinn, wenn der Kontext sich änderte. Es gehörte Erfahrung und etwas Geduld zur gegenseitigen Verständigung.
Es gibt im Internet Kurse und nähere Erläuterungen zu dieser Zeichensprache.
Spiele
Die kleineren Kinder, Jungen wie Mädchen, spielten gemeinsam. Sie ahmten dabei oft das Leben und die Tätigkeiten der Erwachsenen nach.
Das Spielzeug wurde aus dem gemacht, was gerade gefunden wurde. So waren Zweige und Stöckchen Pferde und Reiter, Knochen und Gelenke von Bison waren weitere Pferde. Puppen wurden aus gekochten Hufen und geschabten Leder, das mit Gras oder Tierhaaren ausgestopft wurde, hergestellt. Später wurden Fabrikpuppen aus Leder, die mit Glasperlen dekoriert waren, für die Kinder eingetauscht. Aus Bisonrippen, die sie mit Sehnen zusammenbanden fertigen sich die Kinder im Winter ihre Schlitten.
Die Jungs spielten gern Pferde stehlen, wozu sie die Fußknochen der Bisons als Pferde nahmen oder spezielle Hölzer. Die oberen Teile waren aus Birkenholz gemacht und 11 bis 16 cm lang und 8 bis 12 cm im Durchmesser. Es waren verschiedene Dekorationen angebracht, indem teilweise die Rinde entfernt wurde oder und auf andere Art und Weise.
Die Jungs schossen mit Bögen, die speziell für sie gefertigt wurden, auf Ziele, meist ein schmales Grasbündel. Sie warfen auch flache Stäbe von 80 cm Länge oder Pfeile von 90 cm Länge, die an einer Seite angespitzt waren und geviertelt am anderen auf Ziele, wie bei einem Dart-Spiel.
Die Mädchen hatten kleine Tipis und Travois, um den Ab- und Aufbau der Behausung und dem Umzug mit den Zugschlitten spielerisch zu üben.
Die Männer spielten, meist im Sommerlager als Wettstreit zwischen den verschiedenen Jagdgruppen das Handspiel (Piiksikahtasin). Beim Handspiel standen sich zwei Gruppen in zwei Reihen gegenüber. Ein Team warf ein paar kleine Knochen zwischen sich und sang Lieder, die den Gegner verwirren sollten. Das zweite Team musste die Knöchelchen mit der Hand auffangen. Einsatz waren Pferde, Waffen und andere Dinge. (genaueres auf der Seite ‚Stick-Game’ unter News und Weiteres)
Reifen-und-Stange-Spiel
Das Reifen-und-Stange-Spiel wurde von jung und alt gespielt. Der Reifen rollte über den Boden und der Pfeil musste durch den sich bewegenden Reifen hindurch geworfen werden.
Der Reifen war 41 cm im Durchmesser und die Pfeile waren einfache, 80 cm lange, angespitzte Stäbe. Culin beschrieb den Reifen als ein Rad mit acht Speichen und 30 Zoll im Durchmesser, das mit Leder überzogen und mit Draht und Perlen verziert war. Culin spricht auch von einem Rad mit sechs Speichen und einem mit fünf Speichen.
Das Reifenspiel war im Westen Nordamerikas weit verbreitet.
Ein anderes, weit verbreitetes Spiel war „Shinny“, bei dem ein Stab von 90 cm Länge, der sich zu einem Ende verjüngte, und mit einem Ball von Tennisballgröße gespielt wurde. Der Ball war aus Leder und mit Haar ausgestopft. Das Spiel wurde auf einer langen Bahn gespielt und dabei musste der Ball mit dem Stab über die gegnerische Torlinie gebracht werden.
Weiter wurden gern Kraftspiele gespielt, die an Wrestling oder Kickboxen erinnern und es wurde geschwommen.
Die Männer spielten, meist im Sommerlager als Wettstreit zwischen den verschiedenen Jagdgruppen das Handspiel (Piiksikahtasin). Beim Handspiel standen sich zwei Gruppen in zwei Reihen gegenüber. Ein Team warf ein paar kleine Knochen zwischen sich und sang Lieder, die den Gegner verwirren sollten. Das zweite Team musste die Knöchelchen mit der Hand aufzfangen. Einsatz waren Pferde, Waffen und andere Dinge. (genaueres auf der Seite ‘Hand-und Stab-Spiel’ unter News und Weiteres).
Die Frauen spielten das vier-Stäbe-Spiel oder Stickgame, wo gemusterte Stäbe verschiedene Werte darstellen. Es entspricht einem Würfelspiel und auf der vorgenannten Seite genauer dargestellt.
Bei den Erwachsenen waren Glücksspiele beliebt, bei denen teilweise hohe Einsätze zum Tragen kamen.
Andere Spiele, die bei den Plainsindianer bekannt waren, Pflaumensteine, Knopfwürfel, Mokassin Spiel, Reifen Spiel, 102 Stäbchen Spiel, Becher und Ball, Schneeschlange, Eisgleiten, Flügelknochen werden durch Wissler bestritten.
Die Jagd
Die Jagd war die wichtigste Nahrungsquelle der Blackfeet, vor allem für die harte Winterzeit. Die Tiere erlegten Tiere wurden vollständig verwertet, besonders der Bison (siehe dort). Neben dem Bison jagten sie Hirsche, Wapitis, Gabelböcke, Wildschafe, Schneeziegen und als Beiwerk Kleinwild, wie Kaninchen, Streifenhörnchen, Schwäne, Gänse, Enten und Präriehühner. Aber das war vor allem Beute für die Jungs. Dazu kam die Sammeltätigkeit der Frauen, die die Beeren, wie Felsenbirnen und Traubenkirschen, Nüsse und verschiedene Wurzeln ernteten.
Bären wurden nur im Einzelfall gejagt und es ging mehr um Mut und um Zähne und Krallen als um das Fleisch. Viele Blackfeet vermieden die Bärenjagd, die außerordentlich gefährlich ist, aber so einige junge Männer wagten es doch, und genossen dann die bewundernden Blicke, wenn sie mit ihren Halsketten aus Bärenklauen oder Schmuck mit Bärenzähnen, durch das Lager schritten.
Fisch war bei den Blackfeet verpönt, da sie aus der Unterwasserwelt (siehe Glaubenswelt) stammten. Hunde und Pferde waren Freunde und wurden nur in extremen Hungerzeiten getötet. Manchmal, nach erfolgreichen Pferde-Raubzügen, schlachteten sich die Männer als besonderen Leckerbissen ein Fohlen.
Bisonjagd
Ich sehe gelbe Bisons
Ich rieche Staub
Bisons blasen mit roten Nüstern auf Pfaden aus Sand
Guter Bogen, versage jetzt nicht
Guter Pfeil, fliege.
Jagdgesang
Im Spätsommer und Frühsommer lag die Hauptsaison der Bisonjagd. In den heißen trockenen Tagen trocknete das Fleisch besonders schnell und für den Wintervorrat und es war besonders fett. Die meiste Zeit des Jahres jagten die Blackfeet nur kleine Gruppen von Bisonn oder Einzeltiere. Nur im Herbst gab es die große Jagd. Erst der Bisonsprung und später mit Pferd und Gewehr. Es diente der Vorbereitung auf den Winter.
In den Dogdays war die übliche Jagd der „Bisonsprung“ (Pisskan), bei der eine große Anzahl von Bisonn über einen Abhang gejagt wurde. Auch in der Pferdezeit wurde diese Art der Jagd von verschiedenen Jagdgruppen noch betrieben. Abfallende Felsvorsprünge wurden für den Bisonsprung genutzt. Die Bison riechen zwar sehr gut, aber da der Wind in den Plains meistens von West kommt, wurden die Lager im Osten vom Felsvorsprung aufgebaut, damit die Bison das Lager und somit die Menschen nicht vorzeitig riechen konnten.
Für diese Treibjagd verkleideten sich die Männer manchmal mit Umhängen aus Wolfsfell. Da der Wolf ein Bisonjäger ist, wurden die Bison nervös. Sahen sie einen Wolf, zogen sie in die entgegengesetzte Richtung davon. So konnten die Jäger die Bisonherde in eine bestimmte Richtung lenken.
Eine andere Methode waren Umhänge aus der Haut von Bisonkälbern. Die hängten sich die Männer um und ahmten das Bläken verlorener Kälber nach. Die Bison näherten sich, um das Kalb zu suchen und ihm zu helfen. Auch so konnten die Jäger eine Herde lenken. Während des Treibens konnten weder die Treiber, noch die (meist) jungen Männer mit den Spezialaufgaben essen oder trinken und mussten doch in der Lage sein, schnell und ausdauernd zu rennen.
Wenn die Bison enger zusammen waren, zeigten sich die Bisonrenner und verursachten eine Panik. Das war eine gefährliche Sache, da sie sehr nah an die Herde heran mussten. Es wurden Steinhaufen aufgehäuft, wo während der Treibjagd Stangen mit Fahnen aufgepflanzt wurden, um die Tiere in die richtige Richtung zu leiten, wenn sie in Panik sind. Es gibt hunderte Jahre alte Pfade mit diesen Steinhaufen. Die Herde wechselte bei ihrem Anblick die Richtung und kam so beim Fall über die Klippe zu Tode. Die panischen Tiere konnten nicht mehr anhalten, selbst wenn sie den Abhang sahen. Viele Tiere starben am Sturz, der Rest wurde mit Pfeilen und Lanzen getötet.
Mit dem Pferd kam eine neue Jagdmethode hinzu. Die Männer ritten mit ihren Pferden, den Bisonrennern, besonders ausgebildeten Tieren, in die Bisonherden und erschossen die ausgesuchten Tiere. Pro Jäger waren das ca. ein bis vier Tiere pro Jagdzug, neben und hinter die Herde, suchten sich ein Tier aus und erschossen es mit Pfeilen, später mit dem Gewehr, während sie es verfolgten. Diese Jagdmethode benötigte wesentlich weniger Vorbereitung.
Das Ausweiden, Zerteilen und Verarbeiten der Tiere war eine schwere Arbeit und alle mussten helfen. Das Fleisch wurde in Streifen geschnitten und auf Holzgestelle gehängt. Oft wurden auch Travois dafür genutzt. Die Sonne und der Wind trockneten das Fleisch sehr schnell.
Adlerjagd
Der Adler wurde wegen seiner Federn gefangen. Die Jagdmethode der Schwarzfuß-Indianer ist ungewöhnlich und erforderte eine ordentliche Portion Mut. Hierbei wurde eine Grube auf dem höchsten Punkt eines Hügels ausgehoben und mit Zweigen und Gras abgedeckt. In der Grube versteckte sich der Jäger und als Lockmittel diente ein großes Stück Fleisch oder ein kleines Tier. Kam der Adler, um zu fressen, packte ihn der Jäger an den Beinen und brach ihm das Genick. Abgesehen von der Warterei in unbequemer Stellung und oftmals großer Hitze, konnte ein Adler, wenn er nicht richtig gefasst und schnell getötet wurde, dem Jäger mit Krallen und Schnabel böse Wunden zufügen.
Hirschjagd
Hier wurde einzeln oder in kleinen Grüppchen, wie Vater und Söhne oder Freunde, losgezogen. Gerne jagten die Männer, während die Frauen im Spätsommer in den Ausläufern der Rocky Mountain den Wintervorrat an Beeren anlegten. In dieser Zeit bis zum Spätherbst, waren die Tiere besonders fett und schmackhaft.
Fallenjagd
Sie diente im Winter dem Fang kleinerer Pelztiere, deren Felle vorrangig der Herstellung von Schmuck und Verzierungen diente, später auch dem Handel mit den Weißen.
Musik / Tanz
Die Musik ist durch die besondere Einheit von Lied und Musikern sowie dem Instrument geprägt. Deshalb werden die Männer, die singen und die Trommel schlagen Sänger oder Trommler genannt, da sie beides gleichzeitig ausführen.
Viele Lieder haben keinen Text oder nur wenige Worte, da es keine Trennung zwischen Gesang und Worten gibt. Trotzdem erzählen sie alte Geschichten oder drücken Emotionen aus, was die enge Verbindung zwischen Gesang und Trommel bildet.
Frauen durften bis nicht die Trommel schlagen oder singen. Es war für eine Frau ungehörig allein oder laut zu singen. Auch Tanz war nur selten möglich. Meist standen sie am Rand der Tanzfläche und wiegten sich im Rhythmus der Trommeln. Daraus entstanden mehrere heute auf Powwows vorgeführte Tänze der Frauen.
Auch bei den Blackfeet war der Tanz eine Möglichkeit für die jungen Männer, mit den von ihnen bevorzugten Mädchen in engeren Kontakt zu kommen. Sie tanzten dazu Rundtänze (O'taksipaaskaan) oder den Eulentanz (Siipisttoipasskaan).
Rauchen und Tabak
Die Blackfeet rauchten gern und nicht nur zu zeremoniellen Zwecken. Üblich war das Rauchen mit Pfeife. Erst durch die Weißen, besonders im 20. Jahrhunderts, kam die Zigarette zu den Blackfeet.
Die Pfeife bei den Blackfeet war normalerweise aus einem dunkelgrünen Stein, der auf dem Schwarzfuß-Territorium vorkommen, hatte einen bis zu 65 cm langen Stiel aus Eschenholz oder einem anderen Hartholz und waren reich dekoriert.
Der Pfeifenkopf war rund. Der steinerne Pfeifenkopf und der hölzerne Stiel bildeten ein Knie. Verschiedene aufgefundene historische Pfeifenköpfe wiesen Intarsienarbeit mit Draht auf.
Der Tabakanbau war vollkommen ritualisiert und hing eng mit dem Biber-Bündel-Zeremonie zusammen. Angebaut wurden Nichotiana quadrivalis - Tabak, wie es allgemein im Nordwesten der USA üblich war. Außerdem wurden die Blätter von Kinnekinick oder Larb (arcostaphylus uva ursi) und Big Larb (chimaphila umbellata) geraucht.
Geraucht wurde aus verschiedenen Gründen. Man rauchte mit dem Besucher, man besiegelte einen Eid oder einen Vertrag. Nur in diesem Zusammenhang kann man sagen, dass das Rauchen der Pfeife dem Frieden diene. Die Pfeife wurde im Tipi immer im Uhrzeigersinn herumgereicht, was dem Gang der Sonne entspricht.
Die Calumet- oder Friedenspfeifen-Zeremonie war bei den Blackfeet unbekannt. Die Medizinpfeife wurde in bestimmten Ritualen eingesetzt und kann nicht so eingeordnet werden. Die Medizinpfeife und ihr Einsatz sind religiös und wird in „Glaubenswelt“ in der Abteilung „Lebensart früher“ dargestellt.
Ornamente
Es gibt zwei Dekorationsstile: den geometrischen Stil, der auch floral sein konnte oder Piktogramme.
Das geometrische Design wurde vorrangig für Taschen, Parfleches und Stachelschwein- oder Perlenstickereien bei der Bekleidung eingesetzt. Vorallem Frauen bedienten sich dieses floralen oder geometrischen Stils.
Büffelhautroben und die Außen- und Innenwände von Tipis wurden dagegen mit Piktogrammen geschmückt und waren eng mit der Kriegerehre verknüpft. Diese Piktogramme zeigen reelle Taten oder Visionen des Eigentümers dieser Objekte.
Die Piktogramme waren der erste Schritt in Richtung einer Schrift, denn viele Piktogramme waren bei den Blackfeet allgemein bekannte Symbole.
Die Ornamente waren materieller Ausdruck einer reichen Kultur.
Die Farben gewannen die Schwarzfuß-Indianer aus den verschiedensten Naturmaterialien. Zum Beispiel wurde Gelb wurde aus einer Flechte (Evernia vulpina) gewonnen, die in großen Höhen der Rocky Mountains vorkommt, für Rot wurden verschiedene Wurzeln genutzt.
Die knallig-bunten Farben, die man heute kennt, kamen erst mit dem Handel mit den Weißen zu den Blackfeet. Heute werden Stachelschweinquilts oder Federn mit Anilin-Farben gefärbt.
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