Die Gegenwart

 

Bandera_Blackfoot_Nation
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Tsi ma kii tsi toh koi yit pa – Wo bist du zuhaus?

 

 

Als Einführung seht Euch dieses Video an. Hier habt ihr das Reservat, einen Blick auf Browning und Powwow, Rodeo, Travois, Einzug der Veteranen und jede Menge Blackfeet. 

 

http://www.youtube.com/watch?v=cQ3ER0Mmy0I

 

 

AlltagBison in der Prärie

 

Heute leben die Blackfeet, wie alle Schwarzfuß-Indianer, in Häusern moderner Bauart und tragen westliche Bekleidung. Doch im Alltag haben viele Dinge des alten Lebens überlebt bzw. manifestieren sich auf eine unfassbar zähe und respekterheischende Art und Weise.

 

Der Glaube an Niitsiitapi, das Große Ganze, lebt weiter und wieder mehr und mehr Blackfeet führen die Morgenzeremonie durch, wobei durch Gesang, Gebet und dem Abbrennen von Süßgras der Sonne (Naato'si) gehuldigt und um einen guten Tag gebeten wird.

 

Obwohl die Zeremonien keinen formalen vorgeschriebenen Ablauf haben, nimmt ihre Durchführung einen wesentlichen Teil des Tages ein.

 

Die Schulkinder im Reservat haben den gleichen Schulstoff zu lernen, wie alle Kinder in Montana, aber zusätzlich gibt es freiwillige Sprachkurse in Blackfeet oder werden traditionelle Tänze in den Schulclubs eingeübt. Ältere kommen an die Schulen und berichten von den Traditionen und dem Leben in den alten Zeiten.

 

Die Kinder spielen viel Football, Hockey oder Basketball.

 

Die Gemeinschaft im Reservat ist sehr eng, allein schon, weil alle irgendwie miteinander verwandt sind und auch über diese Verwandtschaftsverhältnisse genau Bescheid wissen und sie pflegen. So ist der Busfahrer oder die Lehrerin oft eine Verwandte und hat ein Auge auf die betreuten Kinder.

 

Behinderte und Menschen mit Entwicklungsproblemen werden viel selbstverständlicher akzeptiert und in die Gesellschaft integriert. Viele von ihnen leiden an FAS, dem Fetalen Alkoholsyndrom.

 

Im Sommer gibt es Camps, wo die Menschen wieder in Tipis leben, das alte Leben teilweise wieder aufleben lassen und wo der Sonnentanz und Powwows begangen werden.

 

Im Gegensatz zu einigen anderen Reservaten legen die Blackfeet keinen Wert auf Sonnentanz-Touristen gelegt, ebenso bei Powwows. Es ist keine Show, sondern Teil ihres kulturellen und religiösen Lebens.

 

 

Das Blackfeet-ReservatLage des Blackfeet-Reservats

 

Im Gegensatz zu anderen amerikanischen Ureinwohnern hat die Blackfeet-Nation nur ein einziges Reservat, wo der größere Teil der Blackfeets auch leben. Das Blackfeet-Reservat (Blackfeet Indian Reservation) liegt in Montana, einem Staat der USA und grenzt im Osten an den Glacier National Park und im Norden an der Grenze zu Kanada. Die Südgrenze wird durch Birch Creek und die Ostküste durch den Cut Bank Creek markiert. Das Reservat ist 6.142 km² groß. Es ist das größte Indianer-Reservat in Montana. Verwaltungstechnisch gesehen liegt das Reservat zum Teil im Glacier County und zum Teil Pondera County.

 

Im Fort Laramie Vertrag von 1851 wurde festgelegt, das der größte Teil des heutigen Montana den dortigen Ureinwohnern als Lebensraum zu steht. Schon 1874 wurde der Vertrag gebrochen, als die USA-Regierung einen Teil des Landes beanspruchte. 1887 wurde das Gebiet weiter verkleinert und durch den Sweetgrass Hill Vertrag wurde das Gebiet wieder kleiner und zerfiel in kleine Teile, die ungefähr mit den heutigen Reservaten übereinstimmen.

 

Die ausgedehnten Höhenunterschiede des Reservats reichen von 1.000 m bis zu den 2.763 m des Chief Mountain. Der östliche Teil des Reservats ist offenes, leicht hügeliges Grasland, wo ein es auch einen breiten Streifen aus Tannen und Fichten. Die dortige Viehwirtschaft gönnt dem Besucher freilaufende Kühe, die gern mal als verkehrsberuhigende Maßnahme auf den Straßen herumlaufen.Blackfeet-Reservat

 

Zahlreiche Flüsse durchziehen das Reservationsgebiet. Die längsten Flüsse sind der St. Mary Fluss, Two Medicine Fluss, Milk Fluss, Birch Creek, Cut Bank Creek. Dazu kommen acht große und viele kleine Seen.

 

Vom Reservat aus kann man die Berge im Glacier National Park sehen.

 

Heute leben 10.100 Menschen im Blackfeet-Reservat (2000 Census Bericht), das ist eine Bevölkerungsdichte von 1,64 Menschen/km².

 

Die größte Stadt des Reservats ist Browning, wo auch die Stammesregierung ihren Sitz hat. Weitere Städte sind St. Mary, East Glacier Park, die sich besonders auf den Tourismus spezialisiert haben. Kleinere Städte sind Babb, Kiowa, Blackfoot, Seville, Heart Butte, Star School und Glacier Homes.

 

 

Spielaufseher

Festtage

 

Nordamerikanischen Indianertage (North American Indian Day)

 

Jedes Jahr am zweiten Juliwochenende,genauer vom zweiten Donnerstag bis Sonntag im Juli, finden die Nordamerikanischen Indianertage auf dem Powwow-Gelände in der Nähe des Museums für Plainsindianer statt. In diesem Jahr (2007) fand er zum 56. Mal statt. Es gibt Tänze in allen Kategorien, Trommel-Wettkämpfe, die Miss-Blackfeet-Wahl, Stick-Games werden ausgetragen und natürlich gibt es die große Parade und Giveaways, die Geschenkefeste. Dazu kommen Rodeos im „weißen“ Stil.

.Frybread Taco

Viele schön bemalte Tipis sind zu bewundern. Dazu gibt es Essen, Trinken, Verkaufsstände für jeden Geschmack mit vielen indianischen Spezialitäten und Kunsthandwerk

 

Hier ein paar Links zu Fotos vom diesjährigen North American Indian Day und ein Video:

 

 

http://www.browningmontana.com/naid.html

 

http://www.youtube.com/watch?v=r_3kaEvTm3o

 

http://www.greatfallstribune.com/apps/pbcs.dll/gallery?Avis=G1&Dato=20070712&Kategori=PHOTOGALLERIES&Lopenr=712001&Ref=PH

 

 

 

Die Heart Butte Society CelebrationFancy Tänzer

 

In Heart Butte, einer Ortschaft in der Nähe von Browning, findet jedes Jahr in der zweiten Augustwoche, von Donnerstag bis Sonntag, ein traditionelles Blackfeet-Festival mit Powwow statt. Das Programm ist ähnlich dem, der Nordamerikanischen Indianertage mit der Parade am Eröffnungstag, Ehrung der Vietnam- und inzwischen auch der Irakkriegveteranen, Tänzen, Trommelwettbewerb und Festessen statt.

 

Die Heart Butte Soociety Celebration ist bekannt durch den Wettbewerb der Veteranen gegen die Crazy Dog Society beim Stickball Game (Stäbchen Spiel). Das Spiel beginnt zwischen den Höhepunkten am Sonnabend und der Gewinner hat das Recht, ein Jahr lang „zu prahlen“. Es ist eine sehr freundschaftliche Rivalität, die mit diesem traditionellen Spiel ausgetragen wird.

 

Die Heart Butte Society Celebration findet zwar seit 1954 statt, aber nicht regelmäßig. Eine Reihe von Problemen begann mit dem katastrophalen Hochwasser von 1964. In den 60ern und 70ern fand die HBSC nur unregelmäßig statt. Deshalb ist es in diesem Jahr erst die 16. Veranstaltung ihres Namens.

 

Heart Butte ist ein Ort, der sich um eine Agentur herum gebildet hat und wurde 1915 gegründet. Sie ist damit eine der ältesten Städte des Reservats. Von dort aus kann man Ausflüge in die reizvolle, abwechslungsreiche Umgebung machen, in Tipis leben und Einblicke in das traditionelle Leben mit Essen, Gesang, Tanz nehmen.

 

Hier Link zu Fotos aus der diesjährigen Heart Butte Celebration:

 

http://www.greatfallstribune.com/apps/pbcs.dll/gallery?Avis=G1&Dato=200708

 

http://www.visitmt.com/categories/moreinfo.asp?IDRRecordID=13366&SiteID=1

 

 

Sehenswürdigkeiten

 

Browning (Ah tsit ta tha):

 

In Browning befindet sich das „Montanas Wildtier-Museum & die Bronzehalle“ (Montana Wildlife Museum & Bronce Hall) , mit vielen gut präparierten Tieren und mehreren Dioramen. 

 

http://www.mnmuseumofthems.org/Txd/Browning.html

 

Was man besucht haben muss, wenn man nach Browning kommt, ist das weltberühmte „Museum der Plainsindianer“ (Museum of the Plains Indian). Das leider im Bestand bedrohte Museum enthält eine umfangreiche Sammlung von Artefakten, Gegenständen und Kunst der Plains. Liebevoll und detailreich gestaltete Dioramen bringen einem die Lebensweise der verschiedenen Plains-Völker näher. Im Sommer gibt es eine Ausstellung bemalter Tipis.

 

Das Museumsgebäude ist durch seine Verzierungen mit historischen Kulturobjekten unverkennbar. Im Voyer sollte man unbedingt auf die zwei Holzpaneele achten, die von dem viel beachteten Blackfeet-Bildhauer John Clark stammen. Ebenfalls sehenswert sind die Wandmalereien von Victor Pepion, einem bekannten Blackfeet-Künstler.

 

http://www.browningmontana.com/museum.html

 

 

Es hat zwar nichts mit den Blackfeet zu tun, aber wer schon mal hinkommt, der darf das niedliche Tierchen nicht verpassen:

 

Den Baby-Tyrannsaurier! 

 

Es gab verschiedene Funde von Dinosaurier-Fossilien, aber das Tyrannosaurier-Baby ist das zwar kleinste, aber dafür vollständigste Skelett, das jemals von einem Tyrannosaurier gefunden wurde und diente der Wissenschaft, insbesondere in Fragen der Entwicklung und des Wachstums dieser immensen Tiere als Forschungsobjekt, sowie lieferte es neue Nachweise der Verwandtschaft zwischen Dinos und Vögeln.

 

http://www.browningmontana.com/dinosaurs.html

 

Es ist im Blackfeet Heritage Center & Art Gallery ausgestellt.

 

 

Das Blackfeet Heritage Center &Art Gallery ist ebenfalls einen (ausgedehnten) Abstecher wert. Hier findet man moderne und traditionelle Kunst. Es wird von der stammeseigenen Siyeh-Corporation verwaltet.

 

http://www.siyehdevelopment.com/heritage.html

 

 

Ausflüge

 

Es gibt verschiedene Stellen, die solche Ausflüge organisieren. Die Organisation ist ausgezeichnet und der Standart hoch. Spätestens in Browning kann man entsprechende Angebote buchen.

 

 

Der Old North Trail

 

Dieser Wanderkorridor wird sein 10.000 Jahren von den amerikanischen Ureinwohnern genutzt und zieht sich vom Yukon-Gebiet in Kanada bis nach New Mexico hin. Wurde er erst zu Fuß oder mit Lasthunden genutzt, so erlebte er noch die Zeit, wo die Ureinwohner ihren Handel mit Hilfe von Pferden beschleunigten und erweiterten.

 

http://www.blackfeetcountry.com/blackfeetcorridor.html

 

 

Sweet Grass Hills (Ka to yiss tsi ks)

 

Die spannende geologische Geschichte Montanas brachte diese ungewöhnlichen Berge hervor. Die Sweet Grass Hills, auch Sweet Pine Hills genannt, sind drei Berge, umgeben von Hügeln und liegen zwischen der Grenze nach Kanada und dem Milk River. Die Sweet Grass Hills haben religiöse Bedeutung für die Blackfeet, deswegen ist eine organisierte Besichtigung das Mindeste an Respekt, was man haben sollte.

 

http://www.browningmontana.com/sweetgrass.html

 

 

Glacier National ParkGlacier Nationalpark - Piegan-Pass

 

Er begrenzt das Reservat im Osten und war zuerst auch Teil ihres Reservates. Er zeichnet sich durch eine intakte Natur und reichhaltiges Tierleben aus, wie Pumas, Grizzlys oder Dickhornschafe. Leider ist dort das Jagen erlaubt, was die Tierbeobachtungen erschwert. Die Geografie des Parkes ist durch die Rocky Mountains geprägt und unterscheidet sich vom Reservat.

 

http://www.nps.gov/glac/index.htm

 

 

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